Mein erstes Jahr als Autorin

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll 😀

Zu Beginn von 2016 hätte ich nie gedacht, dass sich alles so entwickeln würde, aber manchmal muss man einfach offen für neue Wege im Leben sein.

Im Mai 2016 veröffentlichte ich meinen ersten Titel. Die Jedrovics war als Trilogie geplant, aber es hat sich im Laufe von Band 3 herausgestellt, dass es nicht dabei bleiben würde 😀 Noch habe ich Band 4 nicht fertig, aber er wird noch kommen – versprochen! Aber bei diesen Titel musste ich meine Lektion lernen. Ich habe unheimlich viel in Marketing investiert, weil ich wirklich an die Titel geglaubt habe, aber ich musste feststellen, dass ich an einigen Stellen durchaus noch an mir und meiner Art etwas anzupacken, arbeiten muss. Es ist keine Schande, sich einen Fehler einzugestehen. Ganz im Gegenteil. Wäre das nicht so gelaufen, hätte ich vermutlich bei den kommenden Titeln ebenso viel Kohle „rau sgeworfen“, aber nicht das zurückbekommen, was ich erwartet habe.

So habe ich nicht nur meine Erwartungshaltung heruntergeschraubt, sondern auch an mir und meiner Vorgehensweise gearbeitet. Das war ein harter Weg, denn ich weiß, dass ich nicht vollkommen bin und ganz sicher nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen habe, aber sich das einzugestehen und aktiv daran zu arbeiten, ist ein großer Schritt.

Zwischendrin folgte der Versuch einer Reihe, die leider nicht so gut bei den Lesern ankam, wie ich es mir erhofft hatte. Nach einer Pause im Erotikbereich, kam dann dieses Jahr Emilia – Der Sexteufel steckt im Kleingedruckten und  die Entscheidung, sie unabhängig von der Reihe zu veröffentlichen, war goldrichtig.

Insgesamt habe ich in 2016 8 Titel veröffentlicht. Ob gut oder schlecht, sei mal dahingestellt. Jedenfalls bin ich an meinen Erfahrungen gewachsen und habe mir Fehler eingestehen müssen. Heute packe ich die Dinge anders an.

Schon alleine die Gründung meines Verlags kostete mich viel Zurückhaltung. Wer mich kennt weiß, dass ich mehr der risikoliebende Typ bin, der kopfüber ins Abenteuer springt und im schlimmsten Fall alles riskiert. Die Gründung in die richtigen Bahnen zu lenken, Entscheidungen zu treffen, die gut für den Verlag und nicht aus einer Laune heraus entsprungen sind, ist ein großer Schritt für mich und in meiner Entwicklung.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich das Schreiben so lieben würde, aber ich tue es und jeder Tag, an dem ich nicht ein paar Worte zu Papier bringe, lässt mich mit einem unguten Gefühl zurück. Das ist das, was ich dauerhaft machen will. Eine Leidenschaft, entdeckt durch den Tipp einer Freundin … ich könnte Carina nicht dankbarer sein.

Ich bin wirklich gespannt, was das Autorenleben noch für mich bereithält. Mein persönliches Ziel: Nach der Auswanderung von den Einnahmen „leben“ zu können bzw. meinen Anteil zu einer gemeinsamen Zukunft mit meinem Mann beizutragen.