Wie definiere ich Erfolg?

Was ist Erfolg? Wie bezeichne ich Erfolg für mich selbst? Wann bin ich erfolgreich?

Wikipedia beschreibt es so: Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele.

Aber wie hoch stecke ich diese, um sie auch wirklich erreichen und sagen zu können: Ich bin erfolgreich?

Nehmen wir uns manchmal zu viel vor? Muten wir uns zu viel zu? Stecken wir Ziele in angemessenen Abständen, sodass wir einen Erfolg verbuchen können?

Ich muss zugeben, dass ich ein überaus ehrgeiziger Mensch bin, meine Ziele schon immer sehr hochgesteckt waren, ich grundsätzlich 5 Jahres Pläne niedergeschrieben und dann daraufhin gearbeitet habe.

Durch das Schreiben musste ich aber feststellen, dass es durchaus Dinge gibt, die ich nicht in der Hand habe. Sobald ich auf den Knopf drücke und mein Baby auf den Weg schicke, damit ihr es lesen, in den Händen halten, verschlingen und dann euren Senf über den Verlauf der Geschichte (das ist liebevoll gemeint) abgeben könnte, gebe ich auch die Kontrolle über den Erfolg dieses Titels ab. Ich kann zwar Marketing bis zum Umfallen betreiben, mich für Werbemaßnahmen in Unkosten stürzen, doch das kann alles noch so toll sein … wenn euch mein Buch nicht gefällt, dann kann ich damit nicht erfolgreich werden.

Natürlich steht noch die Frage im Raum, ab wann sehe ich meinen Titel selbst als erfolgreich?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es für mich als erfolgreiche Veröffentlichung verbuche, wenn sich meine Kosten mit den Verkäufen decken. Ich bin in meinen Augen erfolgreich, wenn ich positives Feedback, liebe Worte meiner Leser und das Interesse derer wecken kann, die meine Seite verfolgen und in Sachen Vinya Moore auf dem Laufenden bleiben.

Natürlich gab und gibt es auch Titel, die sich nicht „rentiert“ haben, obwohl es ein Herzensprojekt war, doch wenn ich trotz der Kosten, die sich nicht decken, positives Feedback bekomme und Leser mit Mut machende Nachrichten schicken, ist es in meinen Augen ein Erfolg.

Dennoch muss auch ich darauf achten, dass ich nicht zu viel nach anderen schaue und dem Neid verfalle. Es ist schwer sich nicht von Gedanken, wie „Warum verkauft der so viel mehr als ich, dabei sind meine Rezensionen im Schnitt viel besser“ oder „Warum hat diejenige so eine große Fanbase und ich nicht, dabei mache ich viel mehr Werbung“ etc leiten zu lassen … diese Überlegungen könnte ich unendlich weiterspinnen. Doch darin liegt der Unterschied – wenn wir uns von Neid und Missgunst lenken lassen, werden wir nichts erreichen, weil wir uns selbst und dem Erfolg, der vielleicht schon seine Finger nach uns ausstreckt, im Weg stehen. Deshalb ist es wichtig, dass wir ein Miteinander, anstatt ein Gegeneinander haben, was mich auch dazu bewegt hat, More than Words zu gründen.

Ich habe mich mit 9 anderen Autorinnen zusammengeschlossen. Gemeinsam unterstützten wir uns, Like und teilen Beiträge, haben eine wundervolle Anthologie geschaffen und pushen uns gegenseitig.

Erfolg ist für mich: Nicht nur, dass ich selbst meine Titel vermarkte, sondern auch anderen unter die Arme greife.