Zusammenarbeiten mit Testlesern und Bloggern 

Gerade in den letzten Wochen habe ich wieder einmal festgestellt, wie wichtig es ist, mit Bloggern und Testlesern eng zusammen zu arbeiten, sich Feedback geben zu lassen und die Anmerkungen in das aktuelle Projekt einzuarbeiten. Immer wieder kommt mir zu Ohren, dass es viele Autoren gibt, die eben genau damit nicht umgehen können und ich habe mir eingehend selbst die Frage gestellt, wie ich Kritik gegenübertrete. Natürlich ist es nicht einfach, wenn man gesagt bekommt, dass dem Leser mein Buch nicht zusagt und es ist auch verletzend, denn es steckt viel Zeit in einem Skript. Nicht nur die unzähligen Stunden, die ich mit Schreiben, durcharbeiten und korrigieren verbracht habe, nein auch die Mühe, mir Gedanken über die Welt und die Charaktere zu machen, Merchandise Produkte rauszusuchen und dafür auch Geld in die Hand zu nehmen. Umso schwieriger wird es, nicht an sich zu zweifeln, wenn der Titel nicht so anläuft, wie man es sich erhofft hat und der Titel sich zu Beginn nicht kostendeckend entwickelt.

Hier einige Fragen und Antworten, die ich meinen Bloggern und Testlesern gestellt habe, außerdem mein Senf, den ich abzugeben habe 😀

1.Wie gehst du mit Autoren um, die mit konstruktiver Kritik nicht umgehen können?

„Ich beende im Zweifel die Zusammenarbeit. Leider hatte ich das schon. Ich habe aber auch daraus gelernt. Mein Fazit ist, dass ich bei mir unbekannten Autoren erst eine kurze „Testleseprobe“ anfordere. Daran erkenne ich gut, ob die Grundlage zu meiner passt oder eben nicht. Wenn es gar nicht passt, sag ich es dann sofort. Oder aber ich arbeite die Probe durch und gebe Rückmeldung. Wenn der Austausch mit dem Autor dann passend ist, dann ist eine Zusammenarbeit auch kein Problem. Testleser sein ist für mich um ein vielfaches aufwendiger und intensiver als „einfach nur“ Vorabrezensionsexemplare zu lesen oä.“ „Das habe ich tatsächlich schon erlebt. Ich persönlich fande das sehr schade, denn ich war die erste Person die negative Kritik äußerte – aber ich stieß auf taube Ohren. Stattdessen erhielt ich ein „Es kann ja nicht jedem gefallen. Tschüss“. Da fragt man sich dann doch, ob man mit einem erwachsenen Menschen zu tun hatte oder eher doch mit einem Kind. Wir haben demnach auch keinen Kontakt mehr.“

Wenn jemand die Zusammenarbeit mit mir beenden würde, weil ich mit dessen Meinung nicht konform gehe, muss ich mich als Autorin fragen, was ich falsch mache. Mir muss bewusst sein, dass nicht jedem mein Schreibstil zusagt oder meine Geschichte gefällt. Dafür sind wir Individuen und alle unterschiedlich und das ist auch gut so! Auch bei Götterlicht gab es die ein oder andere Bloggerin, der mein Schreibstil nicht gefiel oder aber die Entwicklung der Charaktere nicht zusagte – das ist in Ordnung und ich wäre eine schlechte Autorin und falsch mit meiner „Berufswahl“, wenn ich mit einer solchen Äußerung nicht umgehen könnte.

 

  1. Wie empfindest du die Zusammenarbeit?

„Sehr locker und angenehm und fast schon freundschaftlich“ „Sehr sympathisch und nett. Ich fühle mich ernst genommen und wertgeschätzt.“ „Es ist angenehm und locker und man kann auch mal über andere Themen reden.“

Vielen Dank an dieser Stelle – ich habe die Zusammenarbeit sehr genossen!

 

  1. Hattest du bei Vinya das Gefühl, deine Meinung nicht äußern zu dürfen?

„Ich hatte niemals das Gefühl, dass meine Meinung nicht erwünscht ist. Ganz im Gegenteil.“ „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir unsere Meinung nicht äußern dürfen. Professionell hat sie jegliche Kritik aufgenommen und sich damit auseinander gesetzt.“ „Nein! Sie hat ausdrücklich um Kritik gebeten und ist sehr locker und professionell damit um gegangen“ „Nein keinesfalls, ich war sogar diejenige die ihr damit wahrscheinlich am meisten auf die Nerven gegangen ist und trotzdem hat sie professionell reagiert und redet immer noch mit mir 😂“

Das war etwas, was ich mir angeeignet habe. Natürlich bin ich zu Beginn mit Kritik auch anders umgegangen – aber zum Glück ist das heute anders!